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Glossar
Fachbegriffe aus den Kursen, kurz erklärt. In den Lektionen kannst du markierte Begriffe antippen – dann erscheint dieselbe Erklärung direkt im Text.
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- 3-2-1-Regel
- Backup-Faustregel: 3 Kopien der Daten, auf 2 verschiedenen Medien, davon 1 an einem anderen Ort.
A
- Abnahmeprotokoll
- Ein Dokument, in dem Auftraggeber und Auftragnehmer festhalten, dass ein Ergebnis geprüft und angenommen wurde, gegebenenfalls mit Mängeln.
- Abschlussprüfung
- Die Prüfung am Ende der Ausbildung. In den IT-Berufen ist sie gestreckt: Teil 1 (AP1) und Teil 2 (AP2) zählen beide zum Ergebnis.
- Abschreibung
- Die Verteilung der Anschaffungskosten eines Wirtschaftsguts auf seine Nutzungsdauer. Sie mindert den Gewinn.
- abstrakte Klasse
- Eine Klasse, von der keine Objekte erzeugt werden können. Sie dient als Basis und kann Methoden vorschreiben, die erst die Unterklassen ausfüllen.
- Access Point
- Ein Gerät, das Funkgeräten per WLAN den Zugang zum kabelgebundenen Netz ermöglicht.
- AGB – Allgemeine Geschäftsbedingungen
- Vorformulierte Vertragsbedingungen, die ein Unternehmen für viele Verträge verwendet. Sie gelten nur, wenn sie wirksam einbezogen wurden und nicht unangemessen benachteiligen.
- Agent
- Ein KI-System, das in mehreren Schritten selbstständig ein Ziel verfolgt: Es plant, nutzt Werkzeuge, prüft Ergebnisse und macht weiter.
- Aggregatfunktion
- Eine Funktion, die viele Zeilen zu einem Wert zusammenfasst, zum Beispiel COUNT, SUM, AVG, MIN und MAX.
- Algorithmus
- Eine eindeutige, endliche Abfolge von Schritten zur Lösung eines Problems, zum Beispiel das Sortieren einer Liste.
- Amortisation
- Der Zeitraum, bis Einsparungen oder Erlöse die Anschaffungskosten ausgeglichen haben.
- Anweisungsüberdeckung
- Jede Anweisung des Programms wird von den Testfällen mindestens einmal ausgeführt. Das ist die schwächste Stufe der Überdeckung.
- AP1 – Teil 1 der Abschlussprüfung
- Der erste Teil der gestreckten Abschlussprüfung. Er findet vor dem Ende der Ausbildung statt, den Termin legt die IHK fest, und sein Ergebnis fließt in die Gesamtnote ein.
- AP2 – Teil 2 der Abschlussprüfung
- Der zweite Teil der gestreckten Abschlussprüfung am Ende der Ausbildung. Er umfasst die Projektarbeit und weitere schriftliche Bereiche.
- API – Application Programming Interface
- Eine Schnittstelle, über die Programme miteinander sprechen. Web-APIs antworten auf Anfragen meist mit JSON.
- Äquivalenzklassen
- Eingabewerte werden in Gruppen eingeteilt, die sich gleich verhalten. Es genügt, je Gruppe einen Vertreter zu testen.
- Arbeitsspeicher
- Der schnelle, flüchtige Speicher (RAM), in dem Programme und Daten liegen, solange sie genutzt werden. Beim Ausschalten sind die Inhalte weg.
- ARP – Address Resolution Protocol
- Findet im lokalen Netz zu einer IPv4-Adresse die passende MAC-Adresse. Dazu fragt ein Gerät per Broadcast: Wer hat diese IP-Adresse?
- Array
- Eine Reihe gleichartiger Werte unter einem Namen mit fester Größe. Einzelne Werte sprichst du über den Index an, der bei 0 beginnt.
- Attribut
- Eine Eigenschaft eines Objekts oder einer Entität, etwa Name oder Preis. In Klassen heißt sie Attribut, in Datenbanken entspricht sie einer Spalte.
- Auftragsverarbeitung
- Wenn ein Dienstleister personenbezogene Daten im Auftrag und nach Weisung verarbeitet, zum Beispiel ein Cloud-Anbieter. Dafür braucht es einen Vertrag.
- Ausbildungsnachweis
- Das Berichtsheft: ein regelmäßiger Nachweis darüber, was du in der Ausbildung gemacht und gelernt hast. Er ist Voraussetzung für die Zulassung zur Prüfung.
- Ausbildungsrahmenplan
- Der Plan, der festlegt, was der Ausbildungsbetrieb im Lauf der Ausbildung vermitteln muss und in welcher zeitlichen Gliederung.
- Ausbildungsvertrag
- Der schriftliche Vertrag zwischen Ausbildungsbetrieb und Auszubildenden, in dem Dauer, Vergütung, Urlaub und Pflichten festgehalten sind.
- Ausfallzeit
- Die Zeit, in der ein System nicht zur Verfügung steht.
- Authentifizierung
- Der Nachweis, dass jemand der ist, der er vorgibt zu sein, etwa mit Passwort. Was er danach darf, regelt die Autorisierung.
- Authentizität
- Schutzziel: Absender und Quelle von Daten sind echt. Eine gefälschte E-Mail verletzt die Authentizität.
B
- BAB – Betriebsabrechnungsbogen
- Eine Tabelle, die Gemeinkosten auf Kostenstellen verteilt und daraus Zuschlagssätze berechnet.
- Backlog
- Eine geordnete Liste aller Aufgaben und Anforderungen für ein Produkt oder einen Sprint.
- Backup
- Eine Kopie von Daten für den Notfall, getrennt vom Original aufbewahrt. Backups schützen vor Hardwaredefekt, versehentlichem Löschen und Ransomware.
- Bandbreite
- Die maximale Datenmenge, die pro Sekunde über eine Verbindung übertragen werden kann, zum Beispiel 100 Mbit/s.
- Bedingungsüberdeckung
- Jede einzelne Teilbedingung einer Entscheidung nimmt in den Testfällen mindestens einmal den Wert wahr und einmal falsch an.
- Berechtigungskonzept
- Die Festlegung, wer worauf mit welchen Rechten zugreifen darf. Es folgt dem Prinzip, nur so viele Rechte wie nötig zu vergeben.
- Berufsbildungsgesetz
- Das Gesetz, das die betriebliche Berufsausbildung regelt, zum Beispiel Ausbildungsvertrag, Probezeit, Pflichten und Prüfungen.
- Betriebsrat
- Die gewählte Vertretung der Beschäftigten im Betrieb. Sie hat Mitbestimmungsrechte, zum Beispiel bei Arbeitszeiten.
- Betriebssystem
- Die Software, die Hardware verwaltet und Programme ausführbar macht, zum Beispiel Windows oder Linux.
- Bezugskosten
- Die Kosten, die beim Beschaffen einer Ware anfallen, zum Beispiel Fracht und Verpackung.
- Bezugspreis
- Was die Ware ein Unternehmen tatsächlich kostet: Listenpreis minus Rabatt und Skonto, plus Bezugskosten wie Fracht.
- BGB – Bürgerliches Gesetzbuch
- Das Gesetzbuch des Privatrechts. Es regelt Verträge wie Kauf, Werk und Dienst sowie Eigentum und Haftung.
- Bibliothek
- Eine Sammlung fertiger Funktionen, die du in dein Programm einbindest, statt sie selbst zu schreiben.
- binär
- Im Zweiersystem dargestellt, also nur mit den Ziffern 0 und 1.
- Bit
- Die kleinste Informationseinheit mit nur zwei Werten, 0 oder 1. 8 Bit bilden 1 Byte.
- Branch
- Ein eigener Entwicklungszweig in der Versionsverwaltung, in dem man Änderungen ausprobiert, ohne den Hauptzweig zu stören.
- Break-even
- Die Menge, ab der die Erlöse alle Kosten decken. Ab diesem Punkt entsteht Gewinn.
- Broadcast
- Eine Nachricht an alle Geräte im selben Netz. Die Broadcast-Adresse ist die letzte Adresse eines IP-Netzes (alle Hostbits 1) und kann keinem Gerät zugewiesen werden.
- Brutto
- Ein Betrag einschließlich Umsatzsteuer.
- BSI – Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik
- Die deutsche Bundesbehörde für IT-Sicherheit. Sie veröffentlicht unter anderem den IT-Grundschutz.
- Byte
- Eine Einheit aus 8 Bit. Ein Byte kann 256 verschiedene Werte darstellen, zum Beispiel ein Zeichen in einem einfachen Text.
C
- Cache
- Ein schneller Zwischenspeicher für Daten, die oft gebraucht werden. Das spart das langsame Nachladen aus dem eigentlichen Speicher.
- Cloud
- Rechenleistung, Speicher oder Software, die über das Internet bei einem Anbieter gemietet wird, statt selbst Hardware zu betreiben.
- Commit
- Ein gespeicherter Stand der Änderungen in der Versionsverwaltung, mit einer Nachricht, was sich geändert hat.
- Compiler
- Ein Programm, das Quellcode vollständig in Maschinen- oder Zwischencode übersetzt, bevor er läuft. Syntaxfehler meldet es dabei.
- Container
- Ein isolierter Prozess, der alles mitbringt, was eine Anwendung braucht, und den Kernel des Hosts nutzt. Container starten schneller und sind schlanker als virtuelle Maschinen.
- CPU – Central Processing Unit
- Der Prozessor eines Computers, der Programmbefehle ausführt.
- CSV – Comma-Separated Values
- Tabellendaten als einfache Textdatei: eine Zeile pro Datensatz, Werte durch ein Trennzeichen getrennt, in Deutschland oft ein Semikolon.
D
- Dateiserver
- Ein Server, auf dem Dateien zentral gespeichert und für Benutzer freigegeben werden.
- Datenminimierung
- Grundsatz: Es werden nur so viele personenbezogene Daten verarbeitet, wie für den Zweck nötig sind.
- Datenqualität
- Wie vollständig, korrekt, einheitlich und aktuell Daten sind. Schlechte Datenqualität verfälscht jede Auswertung.
- Datenrate
- Die Datenmenge, die pro Sekunde tatsächlich übertragen wird, meist in Mbit/s. Achte auf Bit und Byte: 8 Bit sind 1 Byte.
- Datensatz
- Eine Zeile in einer Tabelle mit allen Angaben zu einem einzelnen Objekt.
- Datenschutz
- Der Schutz personenbezogener Daten, also das Recht jedes Menschen, selbst über seine Daten zu bestimmen. Er ist nicht dasselbe wie Datensicherheit.
- Datenschutzbeauftragte
- Die Person, die ein Unternehmen in Datenschutzfragen berät und die Einhaltung der Regeln überwacht.
- Datentyp
- Legt fest, welche Art von Wert eine Variable speichert, zum Beispiel Ganzzahl, Text oder Wahrheitswert, und was man damit tun kann.
- Debugger
- Ein Werkzeug, mit dem man ein Programm Schritt für Schritt ausführt, Variablenwerte beobachtet und so Fehler findet.
- Deckungsbeitrag
- Verkaufspreis minus variable Kosten. Er zeigt, wie viel ein verkauftes Stück zur Deckung der Fixkosten beiträgt.
- Default-Route
- Die Routing-Regel für alle Ziele, zu denen es keinen genaueren Eintrag gibt. Meist führt sie ins Internet und wird als 0.0.0.0/0 geschrieben.
- DGUV – Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung
- Der Dachverband der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen. Er veröffentlicht Regeln zur Unfallverhütung, zum Beispiel zur Prüfung elektrischer Geräte.
- DHCP – Dynamic Host Configuration Protocol
- Ein Dienst, der Geräten im Netz automatisch IP-Adresse, Subnetzmaske, Standardgateway und DNS-Server zuteilt. Niemand muss das von Hand eintragen.
- Dictionary
- Eine Sammlung von Schlüssel-Wert-Paaren in Python, in der du Werte über ihren Schlüssel nachschlägst.
- Differenzielle Sicherung
- Sichert alles, was sich seit der letzten Vollsicherung geändert hat. Zum Wiederherstellen brauchst du die Vollsicherung und die letzte differenzielle Sicherung.
- DIHK – Deutsche Industrie- und Handelskammer
- Der Dachverband der IHKs in Deutschland. Er gibt zum Beispiel bundesweite Umsetzungsempfehlungen für Prüfungen heraus.
- DIN – Deutsches Institut für Normung
- Das Institut, das in Deutschland Normen veröffentlicht. Normen sind anerkannte technische Regeln und nicht automatisch Gesetze.
- DKIM – DomainKeys Identified Mail
- Ein Verfahren, bei dem ausgehende E-Mails digital signiert werden. Der Empfänger prüft die Signatur mit einem öffentlichen Schlüssel aus dem DNS.
- DMZ – Demilitarisierte Zone
- Ein eigenes Netzsegment zwischen Internet und Firmennetz für Server, die von außen erreichbar sein müssen. Wird ein Server dort angegriffen, bleibt das interne Netz geschützt.
- DNS – Domain Name System
- Der Dienst, der Namen wie pixelschnitzel.com in IP-Adressen übersetzt, vergleichbar mit einem Telefonbuch für das Internet.
- Domain
- Der Name einer Webseite oder eines E-Mail-Kontos im Internet, zum Beispiel pixelschnitzel.com.
- Domänencontroller
- Ein Server, der in einem Windows-Netz Anmeldungen und Benutzerkonten einer Domäne verwaltet.
- Dringlichkeit
- Wie schnell eine Störung bearbeitet werden muss. Zusammen mit der Auswirkung ergibt sie die Priorität.
- DSGVO – Datenschutz-Grundverordnung
- Das EU-Gesetz, das regelt, wie personenbezogene Daten verarbeitet werden dürfen. Es gilt in allen EU-Staaten.
E
- Eigentum
- Die rechtliche Herrschaft über eine Sache: Wer Eigentümer ist, darf sie nutzen, verkaufen oder verschenken.
- Eintrittswahrscheinlichkeit
- Wie wahrscheinlich es ist, dass ein Risiko tatsächlich eintritt.
- Einwilligung
- Die freiwillige, informierte Zustimmung einer Person zur Verarbeitung ihrer Daten für einen bestimmten Zweck. Sie kann jederzeit widerrufen werden.
- Einzelunternehmen
- Ein Unternehmen einer einzelnen Person, die allein entscheidet und mit ihrem gesamten Vermögen haftet.
- Elektrofachkraft
- Eine Person, die durch Ausbildung und Erfahrung elektrische Gefahren erkennt und elektrische Arbeiten selbstständig ausführen darf.
- Energieeffizienz
- Wie wenig Energie ein Gerät für eine bestimmte Leistung braucht.
- Entität
- Ein eigenständiges Objekt, über das Daten gespeichert werden, zum Beispiel Kunde oder Rechnung. Im Datenbankentwurf wird daraus meist eine Tabelle.
- Ergänzungsprüfung
- Eine mündliche Zusatzprüfung in einem schriftlichen Bereich, die ein knappes Ergebnis verbessern kann.
- Ergonomie
- Die Anpassung von Arbeitsplatz und Arbeit an den Menschen, zum Beispiel Bildschirmhöhe, Sitzhaltung und Beleuchtung.
- ER-Modell – Entity-Relationship-Modell
- Ein Diagramm, das Entitäten, ihre Attribute und ihre Beziehungen zeigt, bevor Tabellen gebaut werden.
- Ethernet
- Der verbreitetste Standard für kabelgebundene lokale Netze (IEEE 802.3). Er legt Kabel, Stecker und Geschwindigkeiten fest.
- ETL – Extract, Transform, Load
- Daten aus Quellen holen, aufbereiten und in ein Zielsystem laden.
F
- Fachgespräch
- Das Gespräch mit dem Prüfungsausschuss nach der Präsentation, in dem du Inhalt und Umfeld deiner Projektarbeit erklärst und begründest.
- FAZ – Frühester Anfangszeitpunkt
- Der früheste Zeitpunkt, an dem ein Vorgang im Netzplan beginnen kann.
- FEZ – Frühester Endzeitpunkt
- Der früheste Zeitpunkt, an dem ein Vorgang fertig sein kann: FAZ plus Dauer.
- FIAusbV
- Die Ausbildungsverordnung für die Fachinformatiker-Berufe. Sie regelt unter anderem Inhalte, Dauer und Prüfung der Ausbildung.
- Firewall
- Ein System, das Datenverkehr nach festen Regeln erlaubt oder blockiert. Es trennt zum Beispiel das Firmennetz vom Internet.
- Fixkosten
- Kosten, die unabhängig von der Menge anfallen, zum Beispiel die Miete.
- Framework
- Ein Gerüst aus Bibliotheken und Regeln, das die Grundstruktur einer Anwendung vorgibt.
- Fremdschlüssel
- Eine Spalte, die auf den Primärschlüssel einer anderen Tabelle verweist und so die Beziehung zwischen den Tabellen herstellt.
G
- Garantie
- Ein freiwilliges Zusatzversprechen von Hersteller oder Verkäufer über die Gewährleistung hinaus. Sie ergänzt die gesetzlichen Rechte, ersetzt sie aber nicht.
- GB – Gigabyte
- Dezimale Speichereinheit: 1 GB = 1.000 MB. Betriebssysteme rechnen oft binär (GiB mit 1.024 MiB), darum zeigt eine 1-TB-Festplatte weniger an, als auf der Verpackung steht.
- Gemeinkosten
- Kosten, die sich einem Produkt nicht direkt zuordnen lassen, zum Beispiel Miete oder Strom. Sie werden über Zuschlagssätze verteilt.
- Gesamtpuffer
- Die Zeit, um die sich ein Vorgang verschieben darf, ohne das Projektende zu gefährden. Sie berechnet sich als SAZ minus FAZ.
- Geschäftsprozess
- Eine Folge von Tätigkeiten, die ein Ergebnis für Kunden oder die Organisation erzeugt, zum Beispiel von der Bestellung bis zur Rechnung.
- Gewährleistung
- Die gesetzliche Pflicht des Verkäufers, für Mängel einer Sache einzustehen, die bei der Übergabe schon vorhanden waren. Beim Kauf beweglicher Sachen beträgt die Frist in der Regel 2 Jahre.
- GmbH – Gesellschaft mit beschränkter Haftung
- Eine Kapitalgesellschaft, bei der die Gesellschafter nur mit ihrer Einlage haften. Das Stammkapital beträgt mindestens 25.000 Euro.
- Gruppenrichtlinie
- Eine zentrale Einstellung, mit der Administratoren in einer Windows-Domäne Konfigurationen für viele Benutzer oder Computer festlegen.
H
- Halluzination
- Wenn ein Sprachmodell überzeugend klingende, aber erfundene oder falsche Angaben macht. Prüfe wichtige Aussagen deshalb nach.
- Hash
- Ein Fingerabdruck fester Länge, der aus Daten berechnet wird. Er lässt sich nicht zurückrechnen, und schon eine kleine Änderung ergibt einen ganz anderen Wert. Passwörter speichert man als Hash.
- HGB – Handelsgesetzbuch
- Das Gesetzbuch mit Sonderregeln für Kaufleute, zum Beispiel für den Handelskauf und die Buchführung.
- Hostbit
- Die Bits einer IPv4-Adresse, die hinter dem Präfix stehen und die Geräte im Netz durchnummerieren. Bei /24 sind es 8 Hostbits, also 256 Adressen im Netz.
- HTTP – Hypertext Transfer Protocol
- Das Protokoll, mit dem Browser Webseiten und Daten von Servern anfragen. Es überträgt unverschlüsselt, die verschlüsselte Variante ist HTTPS.
- HTTPS
- HTTP über eine TLS-verschlüsselte Verbindung. Inhalte können unterwegs weder mitgelesen noch unbemerkt verändert werden.
I
- ICMP – Internet Control Message Protocol
- Ein Hilfsprotokoll für Fehler- und Statusmeldungen im Netz. Der Befehl ping nutzt es, um zu prüfen, ob ein Gerät erreichbar ist.
- IHK – Industrie- und Handelskammer
- Die zuständige Stelle für die Ausbildung in vielen Berufen: Sie trägt Ausbildungsverträge ein, berät Betriebe und nimmt Prüfungen ab.
- Incident
- Eine Störung oder Unterbrechung eines IT-Dienstes, die schnell behoben werden soll.
- Inkrementelle Sicherung
- Sichert nur, was sich seit der letzten Sicherung jeder Art geändert hat. Sie ist klein und schnell, zum Wiederherstellen braucht man aber die Vollsicherung und alle Inkremente der Reihe nach.
- INNER JOIN
- Liefert nur die Zeilen, zu denen es in beiden Tabellen einen passenden Partner gibt.
- Integrität
- Schutzziel: Daten und Systeme sind vollständig und unverfälscht, und Änderungen sind nachvollziehbar.
- Interface
- Ein reiner Vertrag: Es schreibt vor, welche Methoden eine Klasse anbieten muss, aber nicht wie. Eine Klasse kann mehrere Interfaces umsetzen.
- Interpreter
- Ein Programm, das Quellcode Zeile für Zeile einliest und direkt ausführt, ohne vorher alles zu übersetzen.
- Inter-VLAN-Routing
- Die Weiterleitung von Datenverkehr zwischen verschiedenen VLANs. Sie ist nötig, weil VLANs getrennte Netze sind, und wird von einem Router oder Layer-3-Switch übernommen.
- IoT – Internet of Things
- Alltagsgeräte und Sensoren mit Netzanschluss, die Daten senden oder Befehle empfangen.
- IP-Adresse
- Die Adresse eines Geräts in einem Netzwerk, damit Datenpakete ihr Ziel finden. Bei IPv4 besteht sie aus 32 Bit und wird als vier Zahlen geschrieben.
- IPv4
- Die verbreitete Version des Internetprotokolls mit 32-Bit-Adressen, geschrieben als vier Zahlen von 0 bis 255, etwa 192.168.10.25. Adressen sind knapp, deshalb gibt es NAT und IPv6.
- IPv6
- Der Nachfolger von IPv4 mit 128-Bit-Adressen, geschrieben in hexadezimalen Blöcken. Es gibt so viele Adressen, dass jedes Gerät eine eigene bekommen kann.
- ISO – Internationale Organisation für Normung
- Die Organisation, die internationale Normen veröffentlicht, zum Beispiel zur Informationssicherheit.
- IT-Grundschutz
- Das Vorgehen und der Maßnahmenkatalog des BSI, mit dem Organisationen ihre Informationssicherheit systematisch aufbauen.
- ITSManKflAusbV
- Die Ausbildungsverordnung für Kaufleute für IT-System-Management. Sie regelt unter anderem Inhalte, Dauer und Prüfung der Ausbildung.
J
- JOIN
- Verknüpft in einer Abfrage Zeilen aus zwei Tabellen über eine Bedingung, meist Primär- und Fremdschlüssel.
- JSON – JavaScript Object Notation
- Ein Textformat für strukturierte Daten aus Schlüssel-Wert-Paaren und Listen, das Menschen und Programme lesen können.
- Jugend- und Auszubildendenvertretung
- Die gewählte Vertretung der Jugendlichen und Auszubildenden im Betrieb. Sie arbeitet mit dem Betriebsrat zusammen.
K
- Kalkulation
- Die Berechnung der Kosten oder des Preises eines Produkts oder Auftrags.
- Kanban
- Eine Methode, Arbeit auf einem Board sichtbar zu machen, mit Spalten wie Offen, In Arbeit und Erledigt.
- Kardinalität
- Gibt an, wie viele Datensätze einer Tabelle zu einem Datensatz einer anderen gehören können: 1:1, 1:n oder n:m.
- Kaufvertrag
- Der Verkäufer übergibt die Sache und verschafft das Eigentum, der Käufer zahlt den Preis und nimmt die Sache ab.
- Kennzahl
- Eine Zahl, die einen Sachverhalt verdichtet misst, zum Beispiel Auslastung oder Fehlerquote.
- KI-Verordnung
- Das EU-Gesetz, das KI-Systeme nach Risiko einteilt und für riskante Systeme besondere Pflichten vorschreibt.
- Klassendiagramm
- Ein UML-Diagramm, das Klassen mit Attributen und Methoden sowie ihre Beziehungen zeigt.
- Konstruktor
- Eine besondere Methode, die beim Erzeugen eines Objekts aufgerufen wird und seine Attribute mit Startwerten belegt.
- Kontextfenster
- Die Textmenge in Tokens, die ein Sprachmodell auf einmal berücksichtigen kann. Was nicht hineinpasst, sieht das Modell nicht.
- Kritischer Pfad
- Die längste Kette von Vorgängen ohne Puffer im Netzplan. Verzögert sich ein Vorgang darauf, verschiebt sich das Projektende.
- kWh – Kilowattstunde
- Einheit für verbrauchte Energie. Ein Gerät mit 1.000 Watt, das eine Stunde läuft, verbraucht 1 kWh.
L
- Lastenheft
- Beschreibt, was der Auftraggeber verlangt, also die Anforderungen aus seiner Sicht.
- Latenz
- Die Verzögerung, bis ein Datenpaket beim Ziel ankommt, gemessen in Millisekunden.
- Laufzeitfehler
- Ein Fehler, der erst beim Ausführen auftritt, zum Beispiel eine Division durch 0 oder der Zugriff auf eine fehlende Datei.
- Least Privilege
- Das Prinzip der minimalen Rechte: Jeder bekommt nur die Zugriffsrechte, die er für seine Aufgabe braucht. Das begrenzt Schäden bei Fehlern oder Angriffen.
- LEFT JOIN
- Liefert alle Zeilen der linken Tabelle, auch wenn rechts kein Partner existiert. Die fehlenden Werte sind dann NULL.
- Lernfeld
- Ein Themenblock im Rahmenlehrplan der Berufsschule, der sich an beruflichen Handlungssituationen orientiert.
- Listenpreis
- Der Preis laut Preisliste, bevor Rabatt und Skonto abgezogen werden.
- Logikfehler
- Das Programm läuft, tut aber das Falsche, zum Beispiel wegen einer falschen Bedingung. Dafür gibt es keine Fehlermeldung.
M
- MAC-Adresse
- Die vom Hersteller vergebene Hardware-Adresse einer Netzwerkkarte, 48 Bit lang, etwa AA:BB:CC:11:22:33. Switches nutzen sie, um Daten im lokalen Netz zuzustellen.
- Mahnung
- Eine Zahlungsaufforderung nach Fälligkeit. Sie kann den Schuldner in Verzug setzen.
- Mailserver
- Ein Server, der E-Mails annimmt, weiterleitet und für Postfächer bereithält.
- Mbit/s – Megabit pro Sekunde
- Einheit der Datenrate: 1 Million Bit pro Sekunde. Zum Umrechnen in Byte pro Sekunde teilst du durch 8.
- MCP – Model Context Protocol
- Ein offener Standard, über den KI-Anwendungen Werkzeuge und Datenquellen anbinden.
- Meilenstein
- Ein wichtiges Zwischenziel im Projekt ohne eigene Dauer, an dem ein bestimmtes Ergebnis vorliegen muss.
- MiB – Mebibyte
- Binäre Speichereinheit: 1 MiB = 1.024 KiB = 1.048.576 Byte. Die Vorsilbe zeigt: Es wird mit 1.024 statt mit 1.000 gerechnet.
- Minderung
- Der Käufer behält die mangelhafte Ware und zahlt dafür einen geringeren Preis.
- Monitoring
- Die laufende Überwachung von Systemen und Diensten, etwa Auslastung und Erreichbarkeit, damit Probleme früh auffallen und alarmiert wird.
N
- Nacherfüllung
- Das Recht des Käufers bei einem Mangel auf Reparatur oder Ersatzlieferung. Sie hat grundsätzlich Vorrang vor Rücktritt und Minderung.
- NAS – Network Attached Storage
- Ein Speichergerät im Netzwerk, das Dateien für mehrere Nutzer bereitstellt.
- NAT – Network Address Translation
- Ein Router ersetzt private Adressen aus dem Firmennetz durch seine öffentliche Adresse. So teilen sich viele Geräte eine öffentliche IP-Adresse.
- Netto
- Ein Betrag ohne Umsatzsteuer.
- Netz-ID
- Die erste Adresse eines IP-Netzes, bei der alle Hostbits 0 sind. Sie bezeichnet das Netz selbst und kann keinem Gerät zugewiesen werden.
- Netzplan
- Ein Diagramm der Vorgänge eines Projekts mit Dauer und Abhängigkeiten. Daraus folgen Termine, Puffer und der kritische Pfad.
- NULL
- Der Wert für unbekannt oder nicht vorhanden. NULL ist weder 0 noch ein leerer Text und wird mit IS NULL geprüft.
- Nutzwertanalyse
- Ein Verfahren, Alternativen mit gewichteten Kriterien und Punkten zu vergleichen, wenn nicht alles in Euro messbar ist. Gewinnt die Variante mit dem höchsten Gesamtnutzwert.
O
- Oberklasse
- Die Klasse, von der eine andere erbt. Sie enthält das Gemeinsame, zum Beispiel Ticket mit Nummer und Titel.
- OSI-Modell
- Ein Modell mit sieben Schichten, das beschreibt, wie Netzwerkkommunikation aufgebaut ist, von der Bitübertragung bis zur Anwendung.
- OWASP – Open Worldwide Application Security Project
- Eine gemeinnützige Organisation, die Leitfäden für sichere Software veröffentlicht, zum Beispiel die OWASP Top 10 der häufigsten Webrisiken.
P
- Parameter
- Ein Wert, den man an eine Funktion oder Abfrage übergibt. Bei KI-Modellen sind es auch Einstellungen, die das Verhalten steuern.
- personenbezogene Daten
- Alle Informationen, die sich auf eine bestimmte oder bestimmbare Person beziehen, zum Beispiel Name, E-Mail-Adresse oder IP-Adresse.
- Pflichtenheft
- Beschreibt, wie und womit der Auftragnehmer die Anforderungen des Lastenhefts umsetzen will.
- Phishing
- Betrug per gefälschter E-Mail, SMS oder Webseite, der Zugangsdaten oder Geld erbeuten will. Warnzeichen sind Zeitdruck, falscher Absender und verdächtige Links.
- PoE – Power over Ethernet
- Strom wird zusammen mit den Daten über das Netzwerkkabel übertragen. So brauchen Access Points oder Kameras kein eigenes Netzteil.
- Polymorphie
- Vielgestaltigkeit: Eine Variable vom Typ der Oberklasse kann Objekte verschiedener Unterklassen halten. Welche Methode läuft, entscheidet das tatsächliche Objekt zur Laufzeit.
- Polypol
- Marktform mit vielen Anbietern und vielen Nachfragern. Der Einzelne hat kaum Einfluss auf den Preis.
- Präfix
- Die Zahl hinter dem Schrägstrich bei einer IP-Adresse, zum Beispiel /24. Sie gibt an, wie viele Bits vorn zum Netz gehören.
- Primärschlüssel
- Eine Spalte oder Spaltenkombination, die jede Zeile einer Tabelle eindeutig kennzeichnet und nie leer sein darf, zum Beispiel die Kundennummer.
- Probezeit
- Die ersten Monate der Ausbildung, mindestens einen und höchstens vier. In dieser Zeit können beide Seiten ohne Frist und ohne Grund kündigen.
- Programmablaufplan
- Ein Flussdiagramm, das den Ablauf eines Programms mit genormten Symbolen und Pfeilen zeigt.
- Projektantrag
- Der Antrag auf Genehmigung deines Abschlussprojekts bei der IHK. Er beschreibt Ausgangssituation, Projektziel und Zeitplanung.
- Projektarbeit
- Der praktische Teil der Abschlussprüfung: Du planst und führst ein betriebliches Projekt durch, dokumentierst es und stellst es vor.
- Projektdokumentation
- Die schriftliche Darstellung deines Abschlussprojekts: Ausgangslage, Planung, Durchführung, Ergebnis und Kontrolle.
- Prompt
- Die Eingabe an ein KI-Sprachmodell: Frage, Anweisung und Kontext.
- Prompt Injection
- Ein Angriff auf KI-Systeme: Versteckte Anweisungen in Texten oder Webseiten versuchen, das Modell von seiner eigentlichen Aufgabe abzubringen.
- Prozentpunkte
- Der Abstand zwischen zwei Prozentwerten. Von 20 % auf 25 % sind es 5 Prozentpunkte, relativ gesehen aber 25 % mehr.
- Prüfungsausschuss
- Das Gremium der IHK aus Vertretern von Arbeitgebern, Arbeitnehmern und Lehrkräften, das Prüfungen abnimmt und bewertet.
- Prüfungskatalog
- Die Zusammenstellung der prüfbaren Inhalte, an der sich die Aufgabenerstellung für die Abschlussprüfung orientiert.
- Prüfungsordnung
- Die Regeln der IHK für Ablauf, Zulassung und Bewertung von Prüfungen.
- Pseudocode
- Die Beschreibung eines Algorithmus in einer erfundenen, sprachähnlichen Schreibweise ohne die strengen Regeln einer echten Programmiersprache.
Q
- QoS – Quality of Service
- Verfahren, die bestimmten Datenverkehr wie Telefonie bevorzugen, damit er auch bei hoher Last ohne Ruckeln ankommt.
R
- Rabatt
- Ein Preisnachlass, zum Beispiel wegen großer Menge oder für Stammkunden, unabhängig vom Zahlungszeitpunkt.
- Rack
- Ein genormter Schrank, meist 19 Zoll breit, für Server, Switches und andere Geräte. Die Höhe wird in Höheneinheiten (HE) angegeben.
- Rahmenlehrplan
- Der Lehrplan für den Berufsschulunterricht, gegliedert in Lernfelder. Er ergänzt den Ausbildungsrahmenplan des Betriebs.
- RAID – Redundant Array of Independent Disks
- Mehrere Festplatten werden zu einem Verbund zusammengefasst, für mehr Tempo, mehr Ausfallsicherheit oder beides. RAID ersetzt kein Backup.
- Ransomware
- Schadsoftware, die Daten verschlüsselt und Lösegeld verlangt. Offline-Backups sind der wichtigste Schutz.
- Reaktionszeit
- Die Zeit, bis der Support nach einer Meldung mit der Bearbeitung beginnt. Sie ist nicht die Zeit bis zur Lösung.
- Rechtsform
- Die rechtliche Organisationsform eines Unternehmens, zum Beispiel Einzelunternehmen oder GmbH. Sie bestimmt Haftung, Gründung und Kapital.
- Rechtsgrundlage
- Die Erlaubnis, auf der eine Datenverarbeitung beruht, zum Beispiel eine Einwilligung oder ein Vertrag.
- Redundanz
- Mehrfach vorhandene Komponenten, damit der Ausfall eines Teils den Betrieb nicht stoppt, zum Beispiel zwei Netzteile im Server. In Datenbanken bedeutet es doppelt gespeicherte Daten.
- relationale Datenbank
- Eine Datenbank, die Daten in Tabellen speichert, die über Schlüssel miteinander verknüpft sind.
- Repository
- Ein Ort, an dem eine Versionsverwaltung den Code samt der gesamten Änderungshistorie speichert.
- REST – Representational State Transfer
- Ein Architekturstil für Web-APIs: Ressourcen haben URLs, und HTTP-Methoden wie GET und POST sagen, was passieren soll.
- Restore
- Das Wiederherstellen von Daten aus einem Backup. Erst ein getesteter Restore zeigt, dass ein Backup wirklich taugt.
- RFC – Request for Comments
- Ein Dokument, in dem Internetstandards und -protokolle beschrieben sind, zum Beispiel RFC 1918 zu privaten Adressbereichen.
- Router
- Ein Gerät, das Datenpakete zwischen verschiedenen Netzen weiterleitet, zum Beispiel zwischen Firmennetz und Internet.
- Routing
- Das Weiterleiten von Datenpaketen zwischen Netzen anhand einer Routingtabelle. Das übernimmt ein Router.
- RPO – Recovery Point Objective
- Wie viel Datenverlust höchstens tolerierbar ist, gemessen als Zeitspanne seit der letzten Sicherung. Ein RPO von 4 Stunden heißt: Höchstens die Daten der letzten 4 Stunden dürfen verloren gehen.
- RTO – Recovery Time Objective
- Wie lange ein Ausfall höchstens dauern darf, bis das System wieder läuft. Ein RTO von 2 Stunden heißt: Nach spätestens 2 Stunden muss der Betrieb wieder möglich sein.
- Rückgabewert
- Das Ergebnis, das eine Funktion an den Aufrufer zurückgibt.
- Rücktritt
- Die Rückabwicklung eines Vertrags: Beide Seiten geben zurück, was sie erhalten haben.
- Rügepflicht
- Beim Handelskauf muss der Käufer die Ware unverzüglich prüfen und Mängel sofort anzeigen, sonst gilt sie als genehmigt.
S
- SAZ – Spätester Anfangszeitpunkt
- Der späteste Zeitpunkt, an dem ein Vorgang beginnen darf, ohne das Projektende zu verzögern.
- Schadensersatz
- Der Ausgleich eines entstandenen Schadens in Geld, wenn jemand eine Pflicht schuldhaft verletzt hat.
- Schadenshöhe
- Wie hoch der Schaden ausfällt, wenn ein Risiko eintritt. Zusammen mit der Eintrittswahrscheinlichkeit bestimmt sie die Höhe des Risikos.
- Schadsoftware
- Programme, die absichtlich Schaden anrichten oder Daten ausspähen, zum Beispiel Viren, Trojaner und Ransomware.
- Schleife
- Eine Kontrollstruktur, die Anweisungen wiederholt, solange eine Bedingung gilt oder für eine feste Anzahl von Durchläufen.
- Schlüsselwort
- Ein Wort mit fester Bedeutung in einer Programmiersprache, das nicht als eigener Name vergeben werden darf. In Java sind das zum Beispiel class, public, extends und implements.
- Schnittstelle
- Eine definierte Stelle, an der zwei Systeme oder Programmteile Daten austauschen.
- Schreibtischtest
- Ein Test ohne Computer: Du gehst den Ablauf von Hand durch und notierst die Werte der Variablen in einer Tabelle. So findest du Logikfehler.
- Schutzbedarf
- Wie stark Informationen oder Systeme geschützt werden müssen, abhängig vom Schaden bei einer Verletzung der Schutzziele. Übliche Stufen sind normal, hoch und sehr hoch.
- Schutzziel
- Eine grundlegende Eigenschaft, die in der IT-Sicherheit geschützt wird: Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit, oft ergänzt um Authentizität.
- Schwachstelle
- Eine Lücke oder Fehlkonfiguration in Software oder Prozessen, die ein Angreifer ausnutzen kann.
- Scrum
- Ein agiles Vorgehen, bei dem ein Team in kurzen Sprints arbeitet und nach jedem Sprint ein nutzbares Ergebnis liefert.
- Selbstkosten
- Alle Kosten, die für Herstellung und Verkauf eines Produkts anfallen. Sie sind die Grundlage für den Angebotspreis.
- Sensor
- Ein Bauteil, das physikalische Größen wie Temperatur oder Bewegung misst und als Signal ausgibt.
- Servicezeit
- Die Zeiten, in denen ein Support erreichbar ist und in denen vereinbarte Reaktions- und Lösungszeiten laufen.
- SEZ – Spätester Endzeitpunkt
- Der späteste Zeitpunkt, an dem ein Vorgang fertig sein muss, ohne das Projektende zu verzögern.
- Sicherheitskonzept
- Ein Dokument, das beschreibt, wie ein Unternehmen Informationen und IT-Systeme schützt: Ziele, Risiken, Maßnahmen und Zuständigkeiten.
- Skonto
- Ein Preisnachlass in Prozent, wenn der Kunde innerhalb einer kurzen Frist zahlt, zum Beispiel 2 % bei Zahlung in 10 Tagen.
- Skript
- Ein kurzes Programm, das wiederkehrende Aufgaben automatisiert, zum Beispiel Benutzer anlegen oder Dateien sichern.
- SLA – Service Level Agreement
- Eine Vereinbarung zwischen Anbieter und Kunde darüber, welche Leistung zugesagt ist, zum Beispiel Verfügbarkeit und Reaktionszeit.
- SMTP – Simple Mail Transfer Protocol
- Das Protokoll, mit dem E-Mails versendet und zwischen Mailservern weitergegeben werden. Zum Abholen dienen IMAP oder POP3.
- Sprachmodell
- Ein KI-Modell, das Text verarbeitet und erzeugt, indem es Wort für Wort das wahrscheinlich Passende fortsetzt.
- Sprint
- Ein Zeitraum fester Länge in Scrum, höchstens ein Monat, in dem das Team ein Stück des Backlogs fertigstellt.
- SQL – Structured Query Language
- Die Sprache, mit der man Daten in relationalen Datenbanken abfragt und ändert.
- SQL-Injection
- Ein Angriff, bei dem Eingaben so gestaltet werden, dass sie als SQL-Befehl ausgeführt werden. Schutz bieten parametrisierte Abfragen.
- SSD – Solid State Drive
- Ein Datenspeicher aus Flash-Speicher ohne bewegliche Teile. Er ist deutlich schneller und stoßunempfindlicher als eine Festplatte (HDD).
- SSH – Secure Shell
- Ein Protokoll für verschlüsselten Fernzugriff auf die Kommandozeile eines anderen Rechners.
- Standardgateway
- Der Router, an den ein Gerät alle Pakete schickt, die nicht ins eigene Netz gehören. Ohne Standardgateway kommt ein Rechner nicht ins Internet.
- Stateful Inspection
- Eine Firewall-Technik, die sich merkt, zu welchen Verbindungen ein Paket gehört. Antworten auf erlaubte Anfragen werden dadurch automatisch durchgelassen.
- Statuscode
- Eine dreistellige Zahl in der HTTP-Antwort, die sagt, wie die Anfrage ausging. 200 heißt OK, 404 nicht gefunden, 500 Serverfehler.
- Struktogramm
- Eine grafische Darstellung eines Algorithmus aus ineinander gesetzten Kästen für Folge, Verzweigung und Schleife.
- Subagent
- Ein Hilfs-Agent, der eine Teilaufgabe in eigenem Kontext erledigt und nur das Ergebnis zurückmeldet.
- Subnetting
- Das Aufteilen eines Netzes in mehrere kleinere Teilnetze, indem das Präfix länger wird. So bekommt jede Abteilung ein eigenes Netz in passender Größe.
- Subnetz
- Ein Teilnetz eines größeren IP-Netzes mit eigenem Adressbereich. Geräte im selben Subnetz erreichen sich direkt, für andere Subnetze braucht es einen Router.
- Subnetzmaske
- Legt fest, welcher Teil einer IPv4-Adresse das Netz bezeichnet und welcher das einzelne Gerät. Bei 255.255.255.0 gehören die ersten 24 Bit zum Netz und die letzten 8 zum Gerät.
- Switch
- Ein Gerät, das Computer im selben Netz verbindet und Datenpakete anhand der MAC-Adresse gezielt an den richtigen Anschluss schickt.
- Syntaxfehler
- Ein Verstoß gegen die Schreibregeln der Programmiersprache, zum Beispiel eine fehlende Klammer. Compiler oder Interpreter melden ihn.
- System-Prompt
- Feste Anweisungen am Anfang eines Gesprächs, die Rolle, Regeln und Format vorgeben und für Nutzer meist nicht sichtbar sind.
T
- TB – Terabyte
- Dezimale Speichereinheit: 1 TB = 1.000 GB. Als TiB (1.024 GiB) gerechnet, ergibt sich ein kleinerer Wert.
- TCO – Total Cost of Ownership
- Die Gesamtkosten über die Nutzungsdauer, also Anschaffung, Betrieb, Wartung, Strom und Entsorgung.
- TCP – Transmission Control Protocol
- Ein Transportprotokoll, das Daten zuverlässig und in der richtigen Reihenfolge überträgt, mit Verbindungsaufbau und Bestätigungen. Web und E-Mail nutzen es.
- Ticketsystem
- Eine Software, in der Anfragen und Störungen als Tickets erfasst, zugewiesen und bis zur Lösung verfolgt werden.
- TLS – Transport Layer Security
- Verschlüsselt die Verbindung zwischen zwei Programmen, etwa Browser und Webserver. Es ist die Grundlage von HTTPS.
- Token
- Ein Textbaustein, in den ein Sprachmodell Text zerlegt, zum Beispiel ein Wortteil. Länge, Kosten und Grenzen werden in Tokens gemessen.
- Trunk
- Eine Verbindung zwischen Netzwerkgeräten, die mehrere VLANs gleichzeitig überträgt. Jedes Paket trägt dafür eine Markierung (Tag) mit der VLAN-ID.
U
- Überdeckung – Coverage
- Misst bei White-Box-Tests, wie viel vom Code die Testfälle tatsächlich durchlaufen. Je strenger die Stufe, desto mehr Testfälle sind nötig.
- Überlizenzierung
- Es sind mehr Lizenzen vorhanden, als genutzt werden. Das kostet unnötig Geld.
- UDP – User Datagram Protocol
- Ein Transportprotokoll ohne Verbindungsaufbau und ohne Bestätigung. Es ist schlank und schnell, aber nicht zuverlässig, und passt zu Sprache, Video und DNS-Anfragen.
- UG – Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt)
- Eine Variante der GmbH mit niedrigem Startkapital, die schon ab 1 Euro Stammkapital gegründet werden kann.
- UML – Unified Modeling Language
- Eine genormte grafische Notation, um Software zu beschreiben, zum Beispiel mit Klassen- und Sequenzdiagrammen.
- Umsatzsteuer
- Die Steuer auf Lieferungen und Leistungen. Unternehmen schlagen sie auf den Nettopreis auf und führen sie ans Finanzamt ab. Der Regelsatz beträgt 19 %.
- Unit-Test
- Ein automatischer Test für eine kleine Einheit des Codes, etwa eine einzelne Funktion. Er läuft bei jeder Änderung neu und meldet sofort, wenn etwas kaputtgeht.
- Unterabfrage
- Eine Abfrage innerhalb einer anderen Abfrage, deren Ergebnis die äußere Abfrage weiterverwendet.
- Unterklasse
- Eine Klasse, die von einer Oberklasse erbt und eigene Attribute oder Methoden ergänzt, zum Beispiel Störung als Unterklasse von Ticket.
- Unterlizenzierung
- Es sind weniger Lizenzen vorhanden, als genutzt werden. Das ist ein Lizenzverstoß mit rechtlichen Folgen.
- USV – Unterbrechungsfreie Stromversorgung
- Ein Akku-Puffer, der Geräte bei Stromausfall weiterversorgt, damit Server geordnet herunterfahren können.
V
- Variable Kosten
- Kosten, die sich mit der Menge ändern, zum Beispiel Material je Stück.
- Vererbung
- Eine Klasse übernimmt Attribute und Methoden einer anderen Klasse (Oberklasse) und erweitert sie. In Java geschieht das mit dem Schlüsselwort extends.
- Verfügbarkeit
- Der Anteil der Zeit, in der ein System nutzbar ist, oft in Prozent. 99 % klingen hoch, bedeuten aber rund 3,65 Tage Ausfall pro Jahr.
- Verschlüsselung
- Das Umwandeln von lesbaren Daten in unlesbare mit Hilfe eines Schlüssels. Nur wer den passenden Schlüssel hat, kann sie wieder lesen.
- Versionsverwaltung
- Ein System wie Git, das alle Änderungen an Dateien speichert. So lassen sich frühere Stände wiederherstellen, und mehrere Personen können gemeinsam arbeiten.
- Vertraulichkeit
- Schutzziel: Nur Berechtigte dürfen Informationen lesen. Beispiel: Gehaltsdaten sehen nur die Personalabteilung und die Geschäftsführung.
- Verzweigung
- Eine Kontrollstruktur, bei der je nach Bedingung unterschiedlicher Code läuft, zum Beispiel if und else.
- Virtualisierung
- Eine Technik, mit der mehrere virtuelle Computer auf einer physischen Hardware laufen. Das spart Geräte und Strom.
- Virtuelle Maschine
- Ein Computer, der nur als Software auf einem physischen Rechner läuft, mit eigenem Betriebssystem und eigenen virtuellen Ressourcen.
- VLAN – Virtual Local Area Network
- Ein virtuelles lokales Netz: Ein Switch wird logisch in getrennte Netze geteilt, obwohl alle Geräte an derselben Hardware hängen. Beispiel: getrennte Netze für Verwaltung und Gäste.
- Vollsicherung
- Ein Backup, das alle ausgewählten Daten komplett kopiert. Es braucht am meisten Platz und Zeit, die Wiederherstellung ist aber am einfachsten.
- Vorsteuer
- Die Umsatzsteuer, die ein Unternehmen beim Einkauf bezahlt hat und sich vom Finanzamt erstatten lassen kann.
- VPN – Virtual Private Network
- Ein verschlüsselter Tunnel durch ein unsicheres Netz wie das Internet. So erreichst du aus dem Homeoffice sicher das Firmennetz.
W
- Wasserfallmodell
- Ein Vorgehen, bei dem Projektphasen nacheinander abgeschlossen werden, ohne zurückzugehen: Analyse, Entwurf, Umsetzung, Test, Betrieb.
- Webserver
- Ein Server, der Webseiten und Daten per HTTP an Browser ausliefert.
- WIP-Limit – Work-in-Progress-Limit
- Eine Obergrenze für Aufgaben, die gleichzeitig in Arbeit sein dürfen, zum Beispiel höchstens 3 in der Spalte In Arbeit. Sie verhindert Multitasking und macht Engpässe sichtbar.
- Wirtschaftlichkeit
- Das Verhältnis von Ertrag oder Nutzen zum Aufwand. Ein Vorhaben ist wirtschaftlich, wenn der Nutzen die Kosten übersteigt.
- WiSo – Wirtschafts- und Sozialkunde
- Der schriftliche Prüfungsbereich zu Arbeits-, Wirtschafts- und Sozialthemen, zum Beispiel Ausbildungsvertrag, Mitbestimmung und Sozialversicherung.
- WLAN – Wireless Local Area Network
- Ein drahtloses lokales Netz nach den IEEE-802.11-Standards, im Alltag auch Wi-Fi genannt.
X
- XML – Extensible Markup Language
- Ein Textformat für strukturierte Daten, das Inhalte in selbst definierte Tags einpackt.
Z
- Zahlungsverzug
- Der Schuldner zahlt nicht rechtzeitig, obwohl die Zahlung fällig ist. Danach können Verzugszinsen und Schadensersatz verlangt werden.
- Zertifikat
- Eine digitale Beglaubigung, die einen öffentlichen Schlüssel einer Person, einem Server oder einer Organisation zuordnet. Eine Zertifizierungsstelle bestätigt sie.
- Zieleinkaufspreis
- Der Listeneinkaufspreis abzüglich Rabatt. Das ist der Betrag, der innerhalb des Zahlungsziels zu zahlen ist.
- Zoll
- Eine Längeneinheit: 1 Zoll sind 2,54 cm. In der IT gibt sie die Bildschirmdiagonale an, die Breite von Racks (19 Zoll) und die Größe von Laufwerken (3,5 und 2,5 Zoll).
- Zweckbindung
- Grundsatz: Personenbezogene Daten dürfen nur für den Zweck genutzt werden, für den sie erhoben wurden.
- Zwei-Faktor-Authentifizierung
- Anmeldung mit zwei verschiedenen Nachweisen, etwa Passwort (Wissen) plus Code aus einer App (Besitz). Ein gestohlenes Passwort allein reicht dann nicht aus.
- Zweigüberdeckung
- Jede Verzweigung wird mindestens einmal mit wahr und einmal mit falsch durchlaufen. Sie ist strenger als die Anweisungsüberdeckung.
- Zwischentabelle
- Eine Tabelle, die eine n:m-Beziehung auflöst, indem sie die Primärschlüssel beider Tabellen als Fremdschlüssel speichert.