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Herne Campus

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Glossar

Fachbegriffe aus den Kursen, kurz erklärt. In den Lektionen kannst du markierte Begriffe antippen – dann erscheint dieselbe Erklärung direkt im Text.

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3-2-1-Regel
Backup-Faustregel: 3 Kopien der Daten, auf 2 verschiedenen Medien, davon 1 an einem anderen Ort.

A

Abnahmeprotokoll
Ein Dokument, in dem Auftraggeber und Auftragnehmer festhalten, dass ein Ergebnis geprüft und angenommen wurde, gegebenenfalls mit Mängeln.
Abschlussprüfung
Die Prüfung am Ende der Ausbildung. In den IT-Berufen ist sie gestreckt: Teil 1 (AP1) und Teil 2 (AP2) zählen beide zum Ergebnis.
Abschreibung
Die Verteilung der Anschaffungskosten eines Wirtschaftsguts auf seine Nutzungsdauer. Sie mindert den Gewinn.
abstrakte Klasse
Eine Klasse, von der keine Objekte erzeugt werden können. Sie dient als Basis und kann Methoden vorschreiben, die erst die Unterklassen ausfüllen.
Access Point
Ein Gerät, das Funkgeräten per WLAN den Zugang zum kabelgebundenen Netz ermöglicht.
AGB – Allgemeine Geschäftsbedingungen
Vorformulierte Vertragsbedingungen, die ein Unternehmen für viele Verträge verwendet. Sie gelten nur, wenn sie wirksam einbezogen wurden und nicht unangemessen benachteiligen.
Agent
Ein KI-System, das in mehreren Schritten selbstständig ein Ziel verfolgt: Es plant, nutzt Werkzeuge, prüft Ergebnisse und macht weiter.
Aggregatfunktion
Eine Funktion, die viele Zeilen zu einem Wert zusammenfasst, zum Beispiel COUNT, SUM, AVG, MIN und MAX.
Algorithmus
Eine eindeutige, endliche Abfolge von Schritten zur Lösung eines Problems, zum Beispiel das Sortieren einer Liste.
Amortisation
Der Zeitraum, bis Einsparungen oder Erlöse die Anschaffungskosten ausgeglichen haben.
Anweisungsüberdeckung
Jede Anweisung des Programms wird von den Testfällen mindestens einmal ausgeführt. Das ist die schwächste Stufe der Überdeckung.
AP1 – Teil 1 der Abschlussprüfung
Der erste Teil der gestreckten Abschlussprüfung. Er findet vor dem Ende der Ausbildung statt, den Termin legt die IHK fest, und sein Ergebnis fließt in die Gesamtnote ein.
AP2 – Teil 2 der Abschlussprüfung
Der zweite Teil der gestreckten Abschlussprüfung am Ende der Ausbildung. Er umfasst die Projektarbeit und weitere schriftliche Bereiche.
API – Application Programming Interface
Eine Schnittstelle, über die Programme miteinander sprechen. Web-APIs antworten auf Anfragen meist mit JSON.
Äquivalenzklassen
Eingabewerte werden in Gruppen eingeteilt, die sich gleich verhalten. Es genügt, je Gruppe einen Vertreter zu testen.
Arbeitsspeicher
Der schnelle, flüchtige Speicher (RAM), in dem Programme und Daten liegen, solange sie genutzt werden. Beim Ausschalten sind die Inhalte weg.
ARP – Address Resolution Protocol
Findet im lokalen Netz zu einer IPv4-Adresse die passende MAC-Adresse. Dazu fragt ein Gerät per Broadcast: Wer hat diese IP-Adresse?
Array
Eine Reihe gleichartiger Werte unter einem Namen mit fester Größe. Einzelne Werte sprichst du über den Index an, der bei 0 beginnt.
Attribut
Eine Eigenschaft eines Objekts oder einer Entität, etwa Name oder Preis. In Klassen heißt sie Attribut, in Datenbanken entspricht sie einer Spalte.
Auftragsverarbeitung
Wenn ein Dienstleister personenbezogene Daten im Auftrag und nach Weisung verarbeitet, zum Beispiel ein Cloud-Anbieter. Dafür braucht es einen Vertrag.
Ausbildungsnachweis
Das Berichtsheft: ein regelmäßiger Nachweis darüber, was du in der Ausbildung gemacht und gelernt hast. Er ist Voraussetzung für die Zulassung zur Prüfung.
Ausbildungsrahmenplan
Der Plan, der festlegt, was der Ausbildungsbetrieb im Lauf der Ausbildung vermitteln muss und in welcher zeitlichen Gliederung.
Ausbildungsvertrag
Der schriftliche Vertrag zwischen Ausbildungsbetrieb und Auszubildenden, in dem Dauer, Vergütung, Urlaub und Pflichten festgehalten sind.
Ausfallzeit
Die Zeit, in der ein System nicht zur Verfügung steht.
Authentifizierung
Der Nachweis, dass jemand der ist, der er vorgibt zu sein, etwa mit Passwort. Was er danach darf, regelt die Autorisierung.
Authentizität
Schutzziel: Absender und Quelle von Daten sind echt. Eine gefälschte E-Mail verletzt die Authentizität.

B

BAB – Betriebsabrechnungsbogen
Eine Tabelle, die Gemeinkosten auf Kostenstellen verteilt und daraus Zuschlagssätze berechnet.
Backlog
Eine geordnete Liste aller Aufgaben und Anforderungen für ein Produkt oder einen Sprint.
Backup
Eine Kopie von Daten für den Notfall, getrennt vom Original aufbewahrt. Backups schützen vor Hardwaredefekt, versehentlichem Löschen und Ransomware.
Bandbreite
Die maximale Datenmenge, die pro Sekunde über eine Verbindung übertragen werden kann, zum Beispiel 100 Mbit/s.
Bedingungsüberdeckung
Jede einzelne Teilbedingung einer Entscheidung nimmt in den Testfällen mindestens einmal den Wert wahr und einmal falsch an.
Berechtigungskonzept
Die Festlegung, wer worauf mit welchen Rechten zugreifen darf. Es folgt dem Prinzip, nur so viele Rechte wie nötig zu vergeben.
Berufsbildungsgesetz
Das Gesetz, das die betriebliche Berufsausbildung regelt, zum Beispiel Ausbildungsvertrag, Probezeit, Pflichten und Prüfungen.
Betriebsrat
Die gewählte Vertretung der Beschäftigten im Betrieb. Sie hat Mitbestimmungsrechte, zum Beispiel bei Arbeitszeiten.
Betriebssystem
Die Software, die Hardware verwaltet und Programme ausführbar macht, zum Beispiel Windows oder Linux.
Bezugskosten
Die Kosten, die beim Beschaffen einer Ware anfallen, zum Beispiel Fracht und Verpackung.
Bezugspreis
Was die Ware ein Unternehmen tatsächlich kostet: Listenpreis minus Rabatt und Skonto, plus Bezugskosten wie Fracht.
BGB – Bürgerliches Gesetzbuch
Das Gesetzbuch des Privatrechts. Es regelt Verträge wie Kauf, Werk und Dienst sowie Eigentum und Haftung.
Bibliothek
Eine Sammlung fertiger Funktionen, die du in dein Programm einbindest, statt sie selbst zu schreiben.
binär
Im Zweiersystem dargestellt, also nur mit den Ziffern 0 und 1.
Bit
Die kleinste Informationseinheit mit nur zwei Werten, 0 oder 1. 8 Bit bilden 1 Byte.
Branch
Ein eigener Entwicklungszweig in der Versionsverwaltung, in dem man Änderungen ausprobiert, ohne den Hauptzweig zu stören.
Break-even
Die Menge, ab der die Erlöse alle Kosten decken. Ab diesem Punkt entsteht Gewinn.
Broadcast
Eine Nachricht an alle Geräte im selben Netz. Die Broadcast-Adresse ist die letzte Adresse eines IP-Netzes (alle Hostbits 1) und kann keinem Gerät zugewiesen werden.
Brutto
Ein Betrag einschließlich Umsatzsteuer.
BSI – Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik
Die deutsche Bundesbehörde für IT-Sicherheit. Sie veröffentlicht unter anderem den IT-Grundschutz.
Byte
Eine Einheit aus 8 Bit. Ein Byte kann 256 verschiedene Werte darstellen, zum Beispiel ein Zeichen in einem einfachen Text.

C

Cache
Ein schneller Zwischenspeicher für Daten, die oft gebraucht werden. Das spart das langsame Nachladen aus dem eigentlichen Speicher.
Cloud
Rechenleistung, Speicher oder Software, die über das Internet bei einem Anbieter gemietet wird, statt selbst Hardware zu betreiben.
Commit
Ein gespeicherter Stand der Änderungen in der Versionsverwaltung, mit einer Nachricht, was sich geändert hat.
Compiler
Ein Programm, das Quellcode vollständig in Maschinen- oder Zwischencode übersetzt, bevor er läuft. Syntaxfehler meldet es dabei.
Container
Ein isolierter Prozess, der alles mitbringt, was eine Anwendung braucht, und den Kernel des Hosts nutzt. Container starten schneller und sind schlanker als virtuelle Maschinen.
CPU – Central Processing Unit
Der Prozessor eines Computers, der Programmbefehle ausführt.
CSV – Comma-Separated Values
Tabellendaten als einfache Textdatei: eine Zeile pro Datensatz, Werte durch ein Trennzeichen getrennt, in Deutschland oft ein Semikolon.

D

Dateiserver
Ein Server, auf dem Dateien zentral gespeichert und für Benutzer freigegeben werden.
Datenminimierung
Grundsatz: Es werden nur so viele personenbezogene Daten verarbeitet, wie für den Zweck nötig sind.
Datenqualität
Wie vollständig, korrekt, einheitlich und aktuell Daten sind. Schlechte Datenqualität verfälscht jede Auswertung.
Datenrate
Die Datenmenge, die pro Sekunde tatsächlich übertragen wird, meist in Mbit/s. Achte auf Bit und Byte: 8 Bit sind 1 Byte.
Datensatz
Eine Zeile in einer Tabelle mit allen Angaben zu einem einzelnen Objekt.
Datenschutz
Der Schutz personenbezogener Daten, also das Recht jedes Menschen, selbst über seine Daten zu bestimmen. Er ist nicht dasselbe wie Datensicherheit.
Datenschutzbeauftragte
Die Person, die ein Unternehmen in Datenschutzfragen berät und die Einhaltung der Regeln überwacht.
Datentyp
Legt fest, welche Art von Wert eine Variable speichert, zum Beispiel Ganzzahl, Text oder Wahrheitswert, und was man damit tun kann.
Debugger
Ein Werkzeug, mit dem man ein Programm Schritt für Schritt ausführt, Variablenwerte beobachtet und so Fehler findet.
Deckungsbeitrag
Verkaufspreis minus variable Kosten. Er zeigt, wie viel ein verkauftes Stück zur Deckung der Fixkosten beiträgt.
Default-Route
Die Routing-Regel für alle Ziele, zu denen es keinen genaueren Eintrag gibt. Meist führt sie ins Internet und wird als 0.0.0.0/0 geschrieben.
DGUV – Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung
Der Dachverband der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen. Er veröffentlicht Regeln zur Unfallverhütung, zum Beispiel zur Prüfung elektrischer Geräte.
DHCP – Dynamic Host Configuration Protocol
Ein Dienst, der Geräten im Netz automatisch IP-Adresse, Subnetzmaske, Standardgateway und DNS-Server zuteilt. Niemand muss das von Hand eintragen.
Dictionary
Eine Sammlung von Schlüssel-Wert-Paaren in Python, in der du Werte über ihren Schlüssel nachschlägst.
Differenzielle Sicherung
Sichert alles, was sich seit der letzten Vollsicherung geändert hat. Zum Wiederherstellen brauchst du die Vollsicherung und die letzte differenzielle Sicherung.
DIHK – Deutsche Industrie- und Handelskammer
Der Dachverband der IHKs in Deutschland. Er gibt zum Beispiel bundesweite Umsetzungsempfehlungen für Prüfungen heraus.
DIN – Deutsches Institut für Normung
Das Institut, das in Deutschland Normen veröffentlicht. Normen sind anerkannte technische Regeln und nicht automatisch Gesetze.
DKIM – DomainKeys Identified Mail
Ein Verfahren, bei dem ausgehende E-Mails digital signiert werden. Der Empfänger prüft die Signatur mit einem öffentlichen Schlüssel aus dem DNS.
DMZ – Demilitarisierte Zone
Ein eigenes Netzsegment zwischen Internet und Firmennetz für Server, die von außen erreichbar sein müssen. Wird ein Server dort angegriffen, bleibt das interne Netz geschützt.
DNS – Domain Name System
Der Dienst, der Namen wie pixelschnitzel.com in IP-Adressen übersetzt, vergleichbar mit einem Telefonbuch für das Internet.
Domain
Der Name einer Webseite oder eines E-Mail-Kontos im Internet, zum Beispiel pixelschnitzel.com.
Domänencontroller
Ein Server, der in einem Windows-Netz Anmeldungen und Benutzerkonten einer Domäne verwaltet.
Dringlichkeit
Wie schnell eine Störung bearbeitet werden muss. Zusammen mit der Auswirkung ergibt sie die Priorität.
DSGVO – Datenschutz-Grundverordnung
Das EU-Gesetz, das regelt, wie personenbezogene Daten verarbeitet werden dürfen. Es gilt in allen EU-Staaten.

E

Eigentum
Die rechtliche Herrschaft über eine Sache: Wer Eigentümer ist, darf sie nutzen, verkaufen oder verschenken.
Eintrittswahrscheinlichkeit
Wie wahrscheinlich es ist, dass ein Risiko tatsächlich eintritt.
Einwilligung
Die freiwillige, informierte Zustimmung einer Person zur Verarbeitung ihrer Daten für einen bestimmten Zweck. Sie kann jederzeit widerrufen werden.
Einzelunternehmen
Ein Unternehmen einer einzelnen Person, die allein entscheidet und mit ihrem gesamten Vermögen haftet.
Elektrofachkraft
Eine Person, die durch Ausbildung und Erfahrung elektrische Gefahren erkennt und elektrische Arbeiten selbstständig ausführen darf.
Energieeffizienz
Wie wenig Energie ein Gerät für eine bestimmte Leistung braucht.
Entität
Ein eigenständiges Objekt, über das Daten gespeichert werden, zum Beispiel Kunde oder Rechnung. Im Datenbankentwurf wird daraus meist eine Tabelle.
Ergänzungsprüfung
Eine mündliche Zusatzprüfung in einem schriftlichen Bereich, die ein knappes Ergebnis verbessern kann.
Ergonomie
Die Anpassung von Arbeitsplatz und Arbeit an den Menschen, zum Beispiel Bildschirmhöhe, Sitzhaltung und Beleuchtung.
ER-Modell – Entity-Relationship-Modell
Ein Diagramm, das Entitäten, ihre Attribute und ihre Beziehungen zeigt, bevor Tabellen gebaut werden.
Ethernet
Der verbreitetste Standard für kabelgebundene lokale Netze (IEEE 802.3). Er legt Kabel, Stecker und Geschwindigkeiten fest.
ETL – Extract, Transform, Load
Daten aus Quellen holen, aufbereiten und in ein Zielsystem laden.

F

Fachgespräch
Das Gespräch mit dem Prüfungsausschuss nach der Präsentation, in dem du Inhalt und Umfeld deiner Projektarbeit erklärst und begründest.
FAZ – Frühester Anfangszeitpunkt
Der früheste Zeitpunkt, an dem ein Vorgang im Netzplan beginnen kann.
FEZ – Frühester Endzeitpunkt
Der früheste Zeitpunkt, an dem ein Vorgang fertig sein kann: FAZ plus Dauer.
FIAusbV
Die Ausbildungsverordnung für die Fachinformatiker-Berufe. Sie regelt unter anderem Inhalte, Dauer und Prüfung der Ausbildung.
Firewall
Ein System, das Datenverkehr nach festen Regeln erlaubt oder blockiert. Es trennt zum Beispiel das Firmennetz vom Internet.
Fixkosten
Kosten, die unabhängig von der Menge anfallen, zum Beispiel die Miete.
Framework
Ein Gerüst aus Bibliotheken und Regeln, das die Grundstruktur einer Anwendung vorgibt.
Fremdschlüssel
Eine Spalte, die auf den Primärschlüssel einer anderen Tabelle verweist und so die Beziehung zwischen den Tabellen herstellt.

G

Garantie
Ein freiwilliges Zusatzversprechen von Hersteller oder Verkäufer über die Gewährleistung hinaus. Sie ergänzt die gesetzlichen Rechte, ersetzt sie aber nicht.
GB – Gigabyte
Dezimale Speichereinheit: 1 GB = 1.000 MB. Betriebssysteme rechnen oft binär (GiB mit 1.024 MiB), darum zeigt eine 1-TB-Festplatte weniger an, als auf der Verpackung steht.
Gemeinkosten
Kosten, die sich einem Produkt nicht direkt zuordnen lassen, zum Beispiel Miete oder Strom. Sie werden über Zuschlagssätze verteilt.
Gesamtpuffer
Die Zeit, um die sich ein Vorgang verschieben darf, ohne das Projektende zu gefährden. Sie berechnet sich als SAZ minus FAZ.
Geschäftsprozess
Eine Folge von Tätigkeiten, die ein Ergebnis für Kunden oder die Organisation erzeugt, zum Beispiel von der Bestellung bis zur Rechnung.
Gewährleistung
Die gesetzliche Pflicht des Verkäufers, für Mängel einer Sache einzustehen, die bei der Übergabe schon vorhanden waren. Beim Kauf beweglicher Sachen beträgt die Frist in der Regel 2 Jahre.
GmbH – Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Eine Kapitalgesellschaft, bei der die Gesellschafter nur mit ihrer Einlage haften. Das Stammkapital beträgt mindestens 25.000 Euro.
Gruppenrichtlinie
Eine zentrale Einstellung, mit der Administratoren in einer Windows-Domäne Konfigurationen für viele Benutzer oder Computer festlegen.

H

Halluzination
Wenn ein Sprachmodell überzeugend klingende, aber erfundene oder falsche Angaben macht. Prüfe wichtige Aussagen deshalb nach.
Hash
Ein Fingerabdruck fester Länge, der aus Daten berechnet wird. Er lässt sich nicht zurückrechnen, und schon eine kleine Änderung ergibt einen ganz anderen Wert. Passwörter speichert man als Hash.
HGB – Handelsgesetzbuch
Das Gesetzbuch mit Sonderregeln für Kaufleute, zum Beispiel für den Handelskauf und die Buchführung.
Hostbit
Die Bits einer IPv4-Adresse, die hinter dem Präfix stehen und die Geräte im Netz durchnummerieren. Bei /24 sind es 8 Hostbits, also 256 Adressen im Netz.
HTTP – Hypertext Transfer Protocol
Das Protokoll, mit dem Browser Webseiten und Daten von Servern anfragen. Es überträgt unverschlüsselt, die verschlüsselte Variante ist HTTPS.
HTTPS
HTTP über eine TLS-verschlüsselte Verbindung. Inhalte können unterwegs weder mitgelesen noch unbemerkt verändert werden.

I

ICMP – Internet Control Message Protocol
Ein Hilfsprotokoll für Fehler- und Statusmeldungen im Netz. Der Befehl ping nutzt es, um zu prüfen, ob ein Gerät erreichbar ist.
IHK – Industrie- und Handelskammer
Die zuständige Stelle für die Ausbildung in vielen Berufen: Sie trägt Ausbildungsverträge ein, berät Betriebe und nimmt Prüfungen ab.
Incident
Eine Störung oder Unterbrechung eines IT-Dienstes, die schnell behoben werden soll.
Inkrementelle Sicherung
Sichert nur, was sich seit der letzten Sicherung jeder Art geändert hat. Sie ist klein und schnell, zum Wiederherstellen braucht man aber die Vollsicherung und alle Inkremente der Reihe nach.
INNER JOIN
Liefert nur die Zeilen, zu denen es in beiden Tabellen einen passenden Partner gibt.
Integrität
Schutzziel: Daten und Systeme sind vollständig und unverfälscht, und Änderungen sind nachvollziehbar.
Interface
Ein reiner Vertrag: Es schreibt vor, welche Methoden eine Klasse anbieten muss, aber nicht wie. Eine Klasse kann mehrere Interfaces umsetzen.
Interpreter
Ein Programm, das Quellcode Zeile für Zeile einliest und direkt ausführt, ohne vorher alles zu übersetzen.
Inter-VLAN-Routing
Die Weiterleitung von Datenverkehr zwischen verschiedenen VLANs. Sie ist nötig, weil VLANs getrennte Netze sind, und wird von einem Router oder Layer-3-Switch übernommen.
IoT – Internet of Things
Alltagsgeräte und Sensoren mit Netzanschluss, die Daten senden oder Befehle empfangen.
IP-Adresse
Die Adresse eines Geräts in einem Netzwerk, damit Datenpakete ihr Ziel finden. Bei IPv4 besteht sie aus 32 Bit und wird als vier Zahlen geschrieben.
IPv4
Die verbreitete Version des Internetprotokolls mit 32-Bit-Adressen, geschrieben als vier Zahlen von 0 bis 255, etwa 192.168.10.25. Adressen sind knapp, deshalb gibt es NAT und IPv6.
IPv6
Der Nachfolger von IPv4 mit 128-Bit-Adressen, geschrieben in hexadezimalen Blöcken. Es gibt so viele Adressen, dass jedes Gerät eine eigene bekommen kann.
ISO – Internationale Organisation für Normung
Die Organisation, die internationale Normen veröffentlicht, zum Beispiel zur Informationssicherheit.
IT-Grundschutz
Das Vorgehen und der Maßnahmenkatalog des BSI, mit dem Organisationen ihre Informationssicherheit systematisch aufbauen.
ITSManKflAusbV
Die Ausbildungsverordnung für Kaufleute für IT-System-Management. Sie regelt unter anderem Inhalte, Dauer und Prüfung der Ausbildung.

J

JOIN
Verknüpft in einer Abfrage Zeilen aus zwei Tabellen über eine Bedingung, meist Primär- und Fremdschlüssel.
JSON – JavaScript Object Notation
Ein Textformat für strukturierte Daten aus Schlüssel-Wert-Paaren und Listen, das Menschen und Programme lesen können.
Jugend- und Auszubildendenvertretung
Die gewählte Vertretung der Jugendlichen und Auszubildenden im Betrieb. Sie arbeitet mit dem Betriebsrat zusammen.

K

Kalkulation
Die Berechnung der Kosten oder des Preises eines Produkts oder Auftrags.
Kanban
Eine Methode, Arbeit auf einem Board sichtbar zu machen, mit Spalten wie Offen, In Arbeit und Erledigt.
Kardinalität
Gibt an, wie viele Datensätze einer Tabelle zu einem Datensatz einer anderen gehören können: 1:1, 1:n oder n:m.
Kaufvertrag
Der Verkäufer übergibt die Sache und verschafft das Eigentum, der Käufer zahlt den Preis und nimmt die Sache ab.
Kennzahl
Eine Zahl, die einen Sachverhalt verdichtet misst, zum Beispiel Auslastung oder Fehlerquote.
KI-Verordnung
Das EU-Gesetz, das KI-Systeme nach Risiko einteilt und für riskante Systeme besondere Pflichten vorschreibt.
Klassendiagramm
Ein UML-Diagramm, das Klassen mit Attributen und Methoden sowie ihre Beziehungen zeigt.
Konstruktor
Eine besondere Methode, die beim Erzeugen eines Objekts aufgerufen wird und seine Attribute mit Startwerten belegt.
Kontextfenster
Die Textmenge in Tokens, die ein Sprachmodell auf einmal berücksichtigen kann. Was nicht hineinpasst, sieht das Modell nicht.
Kritischer Pfad
Die längste Kette von Vorgängen ohne Puffer im Netzplan. Verzögert sich ein Vorgang darauf, verschiebt sich das Projektende.
kWh – Kilowattstunde
Einheit für verbrauchte Energie. Ein Gerät mit 1.000 Watt, das eine Stunde läuft, verbraucht 1 kWh.

L

Lastenheft
Beschreibt, was der Auftraggeber verlangt, also die Anforderungen aus seiner Sicht.
Latenz
Die Verzögerung, bis ein Datenpaket beim Ziel ankommt, gemessen in Millisekunden.
Laufzeitfehler
Ein Fehler, der erst beim Ausführen auftritt, zum Beispiel eine Division durch 0 oder der Zugriff auf eine fehlende Datei.
Least Privilege
Das Prinzip der minimalen Rechte: Jeder bekommt nur die Zugriffsrechte, die er für seine Aufgabe braucht. Das begrenzt Schäden bei Fehlern oder Angriffen.
LEFT JOIN
Liefert alle Zeilen der linken Tabelle, auch wenn rechts kein Partner existiert. Die fehlenden Werte sind dann NULL.
Lernfeld
Ein Themenblock im Rahmenlehrplan der Berufsschule, der sich an beruflichen Handlungssituationen orientiert.
Listenpreis
Der Preis laut Preisliste, bevor Rabatt und Skonto abgezogen werden.
Logikfehler
Das Programm läuft, tut aber das Falsche, zum Beispiel wegen einer falschen Bedingung. Dafür gibt es keine Fehlermeldung.

M

MAC-Adresse
Die vom Hersteller vergebene Hardware-Adresse einer Netzwerkkarte, 48 Bit lang, etwa AA:BB:CC:11:22:33. Switches nutzen sie, um Daten im lokalen Netz zuzustellen.
Mahnung
Eine Zahlungsaufforderung nach Fälligkeit. Sie kann den Schuldner in Verzug setzen.
Mailserver
Ein Server, der E-Mails annimmt, weiterleitet und für Postfächer bereithält.
Mbit/s – Megabit pro Sekunde
Einheit der Datenrate: 1 Million Bit pro Sekunde. Zum Umrechnen in Byte pro Sekunde teilst du durch 8.
MCP – Model Context Protocol
Ein offener Standard, über den KI-Anwendungen Werkzeuge und Datenquellen anbinden.
Meilenstein
Ein wichtiges Zwischenziel im Projekt ohne eigene Dauer, an dem ein bestimmtes Ergebnis vorliegen muss.
MiB – Mebibyte
Binäre Speichereinheit: 1 MiB = 1.024 KiB = 1.048.576 Byte. Die Vorsilbe zeigt: Es wird mit 1.024 statt mit 1.000 gerechnet.
Minderung
Der Käufer behält die mangelhafte Ware und zahlt dafür einen geringeren Preis.
Monitoring
Die laufende Überwachung von Systemen und Diensten, etwa Auslastung und Erreichbarkeit, damit Probleme früh auffallen und alarmiert wird.

N

Nacherfüllung
Das Recht des Käufers bei einem Mangel auf Reparatur oder Ersatzlieferung. Sie hat grundsätzlich Vorrang vor Rücktritt und Minderung.
NAS – Network Attached Storage
Ein Speichergerät im Netzwerk, das Dateien für mehrere Nutzer bereitstellt.
NAT – Network Address Translation
Ein Router ersetzt private Adressen aus dem Firmennetz durch seine öffentliche Adresse. So teilen sich viele Geräte eine öffentliche IP-Adresse.
Netto
Ein Betrag ohne Umsatzsteuer.
Netz-ID
Die erste Adresse eines IP-Netzes, bei der alle Hostbits 0 sind. Sie bezeichnet das Netz selbst und kann keinem Gerät zugewiesen werden.
Netzplan
Ein Diagramm der Vorgänge eines Projekts mit Dauer und Abhängigkeiten. Daraus folgen Termine, Puffer und der kritische Pfad.
NULL
Der Wert für unbekannt oder nicht vorhanden. NULL ist weder 0 noch ein leerer Text und wird mit IS NULL geprüft.
Nutzwertanalyse
Ein Verfahren, Alternativen mit gewichteten Kriterien und Punkten zu vergleichen, wenn nicht alles in Euro messbar ist. Gewinnt die Variante mit dem höchsten Gesamtnutzwert.

O

Oberklasse
Die Klasse, von der eine andere erbt. Sie enthält das Gemeinsame, zum Beispiel Ticket mit Nummer und Titel.
OSI-Modell
Ein Modell mit sieben Schichten, das beschreibt, wie Netzwerkkommunikation aufgebaut ist, von der Bitübertragung bis zur Anwendung.
OWASP – Open Worldwide Application Security Project
Eine gemeinnützige Organisation, die Leitfäden für sichere Software veröffentlicht, zum Beispiel die OWASP Top 10 der häufigsten Webrisiken.

P

Parameter
Ein Wert, den man an eine Funktion oder Abfrage übergibt. Bei KI-Modellen sind es auch Einstellungen, die das Verhalten steuern.
personenbezogene Daten
Alle Informationen, die sich auf eine bestimmte oder bestimmbare Person beziehen, zum Beispiel Name, E-Mail-Adresse oder IP-Adresse.
Pflichtenheft
Beschreibt, wie und womit der Auftragnehmer die Anforderungen des Lastenhefts umsetzen will.
Phishing
Betrug per gefälschter E-Mail, SMS oder Webseite, der Zugangsdaten oder Geld erbeuten will. Warnzeichen sind Zeitdruck, falscher Absender und verdächtige Links.
PoE – Power over Ethernet
Strom wird zusammen mit den Daten über das Netzwerkkabel übertragen. So brauchen Access Points oder Kameras kein eigenes Netzteil.
Polymorphie
Vielgestaltigkeit: Eine Variable vom Typ der Oberklasse kann Objekte verschiedener Unterklassen halten. Welche Methode läuft, entscheidet das tatsächliche Objekt zur Laufzeit.
Polypol
Marktform mit vielen Anbietern und vielen Nachfragern. Der Einzelne hat kaum Einfluss auf den Preis.
Präfix
Die Zahl hinter dem Schrägstrich bei einer IP-Adresse, zum Beispiel /24. Sie gibt an, wie viele Bits vorn zum Netz gehören.
Primärschlüssel
Eine Spalte oder Spaltenkombination, die jede Zeile einer Tabelle eindeutig kennzeichnet und nie leer sein darf, zum Beispiel die Kundennummer.
Probezeit
Die ersten Monate der Ausbildung, mindestens einen und höchstens vier. In dieser Zeit können beide Seiten ohne Frist und ohne Grund kündigen.
Programmablaufplan
Ein Flussdiagramm, das den Ablauf eines Programms mit genormten Symbolen und Pfeilen zeigt.
Projektantrag
Der Antrag auf Genehmigung deines Abschlussprojekts bei der IHK. Er beschreibt Ausgangssituation, Projektziel und Zeitplanung.
Projektarbeit
Der praktische Teil der Abschlussprüfung: Du planst und führst ein betriebliches Projekt durch, dokumentierst es und stellst es vor.
Projektdokumentation
Die schriftliche Darstellung deines Abschlussprojekts: Ausgangslage, Planung, Durchführung, Ergebnis und Kontrolle.
Prompt
Die Eingabe an ein KI-Sprachmodell: Frage, Anweisung und Kontext.
Prompt Injection
Ein Angriff auf KI-Systeme: Versteckte Anweisungen in Texten oder Webseiten versuchen, das Modell von seiner eigentlichen Aufgabe abzubringen.
Prozentpunkte
Der Abstand zwischen zwei Prozentwerten. Von 20 % auf 25 % sind es 5 Prozentpunkte, relativ gesehen aber 25 % mehr.
Prüfungsausschuss
Das Gremium der IHK aus Vertretern von Arbeitgebern, Arbeitnehmern und Lehrkräften, das Prüfungen abnimmt und bewertet.
Prüfungskatalog
Die Zusammenstellung der prüfbaren Inhalte, an der sich die Aufgabenerstellung für die Abschlussprüfung orientiert.
Prüfungsordnung
Die Regeln der IHK für Ablauf, Zulassung und Bewertung von Prüfungen.
Pseudocode
Die Beschreibung eines Algorithmus in einer erfundenen, sprachähnlichen Schreibweise ohne die strengen Regeln einer echten Programmiersprache.

Q

QoS – Quality of Service
Verfahren, die bestimmten Datenverkehr wie Telefonie bevorzugen, damit er auch bei hoher Last ohne Ruckeln ankommt.

R

Rabatt
Ein Preisnachlass, zum Beispiel wegen großer Menge oder für Stammkunden, unabhängig vom Zahlungszeitpunkt.
Rack
Ein genormter Schrank, meist 19 Zoll breit, für Server, Switches und andere Geräte. Die Höhe wird in Höheneinheiten (HE) angegeben.
Rahmenlehrplan
Der Lehrplan für den Berufsschulunterricht, gegliedert in Lernfelder. Er ergänzt den Ausbildungsrahmenplan des Betriebs.
RAID – Redundant Array of Independent Disks
Mehrere Festplatten werden zu einem Verbund zusammengefasst, für mehr Tempo, mehr Ausfallsicherheit oder beides. RAID ersetzt kein Backup.
Ransomware
Schadsoftware, die Daten verschlüsselt und Lösegeld verlangt. Offline-Backups sind der wichtigste Schutz.
Reaktionszeit
Die Zeit, bis der Support nach einer Meldung mit der Bearbeitung beginnt. Sie ist nicht die Zeit bis zur Lösung.
Rechtsform
Die rechtliche Organisationsform eines Unternehmens, zum Beispiel Einzelunternehmen oder GmbH. Sie bestimmt Haftung, Gründung und Kapital.
Rechtsgrundlage
Die Erlaubnis, auf der eine Datenverarbeitung beruht, zum Beispiel eine Einwilligung oder ein Vertrag.
Redundanz
Mehrfach vorhandene Komponenten, damit der Ausfall eines Teils den Betrieb nicht stoppt, zum Beispiel zwei Netzteile im Server. In Datenbanken bedeutet es doppelt gespeicherte Daten.
relationale Datenbank
Eine Datenbank, die Daten in Tabellen speichert, die über Schlüssel miteinander verknüpft sind.
Repository
Ein Ort, an dem eine Versionsverwaltung den Code samt der gesamten Änderungshistorie speichert.
REST – Representational State Transfer
Ein Architekturstil für Web-APIs: Ressourcen haben URLs, und HTTP-Methoden wie GET und POST sagen, was passieren soll.
Restore
Das Wiederherstellen von Daten aus einem Backup. Erst ein getesteter Restore zeigt, dass ein Backup wirklich taugt.
RFC – Request for Comments
Ein Dokument, in dem Internetstandards und -protokolle beschrieben sind, zum Beispiel RFC 1918 zu privaten Adressbereichen.
Router
Ein Gerät, das Datenpakete zwischen verschiedenen Netzen weiterleitet, zum Beispiel zwischen Firmennetz und Internet.
Routing
Das Weiterleiten von Datenpaketen zwischen Netzen anhand einer Routingtabelle. Das übernimmt ein Router.
RPO – Recovery Point Objective
Wie viel Datenverlust höchstens tolerierbar ist, gemessen als Zeitspanne seit der letzten Sicherung. Ein RPO von 4 Stunden heißt: Höchstens die Daten der letzten 4 Stunden dürfen verloren gehen.
RTO – Recovery Time Objective
Wie lange ein Ausfall höchstens dauern darf, bis das System wieder läuft. Ein RTO von 2 Stunden heißt: Nach spätestens 2 Stunden muss der Betrieb wieder möglich sein.
Rückgabewert
Das Ergebnis, das eine Funktion an den Aufrufer zurückgibt.
Rücktritt
Die Rückabwicklung eines Vertrags: Beide Seiten geben zurück, was sie erhalten haben.
Rügepflicht
Beim Handelskauf muss der Käufer die Ware unverzüglich prüfen und Mängel sofort anzeigen, sonst gilt sie als genehmigt.

S

SAZ – Spätester Anfangszeitpunkt
Der späteste Zeitpunkt, an dem ein Vorgang beginnen darf, ohne das Projektende zu verzögern.
Schadensersatz
Der Ausgleich eines entstandenen Schadens in Geld, wenn jemand eine Pflicht schuldhaft verletzt hat.
Schadenshöhe
Wie hoch der Schaden ausfällt, wenn ein Risiko eintritt. Zusammen mit der Eintrittswahrscheinlichkeit bestimmt sie die Höhe des Risikos.
Schadsoftware
Programme, die absichtlich Schaden anrichten oder Daten ausspähen, zum Beispiel Viren, Trojaner und Ransomware.
Schleife
Eine Kontrollstruktur, die Anweisungen wiederholt, solange eine Bedingung gilt oder für eine feste Anzahl von Durchläufen.
Schlüsselwort
Ein Wort mit fester Bedeutung in einer Programmiersprache, das nicht als eigener Name vergeben werden darf. In Java sind das zum Beispiel class, public, extends und implements.
Schnittstelle
Eine definierte Stelle, an der zwei Systeme oder Programmteile Daten austauschen.
Schreibtischtest
Ein Test ohne Computer: Du gehst den Ablauf von Hand durch und notierst die Werte der Variablen in einer Tabelle. So findest du Logikfehler.
Schutzbedarf
Wie stark Informationen oder Systeme geschützt werden müssen, abhängig vom Schaden bei einer Verletzung der Schutzziele. Übliche Stufen sind normal, hoch und sehr hoch.
Schutzziel
Eine grundlegende Eigenschaft, die in der IT-Sicherheit geschützt wird: Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit, oft ergänzt um Authentizität.
Schwachstelle
Eine Lücke oder Fehlkonfiguration in Software oder Prozessen, die ein Angreifer ausnutzen kann.
Scrum
Ein agiles Vorgehen, bei dem ein Team in kurzen Sprints arbeitet und nach jedem Sprint ein nutzbares Ergebnis liefert.
Selbstkosten
Alle Kosten, die für Herstellung und Verkauf eines Produkts anfallen. Sie sind die Grundlage für den Angebotspreis.
Sensor
Ein Bauteil, das physikalische Größen wie Temperatur oder Bewegung misst und als Signal ausgibt.
Servicezeit
Die Zeiten, in denen ein Support erreichbar ist und in denen vereinbarte Reaktions- und Lösungszeiten laufen.
SEZ – Spätester Endzeitpunkt
Der späteste Zeitpunkt, an dem ein Vorgang fertig sein muss, ohne das Projektende zu verzögern.
Sicherheitskonzept
Ein Dokument, das beschreibt, wie ein Unternehmen Informationen und IT-Systeme schützt: Ziele, Risiken, Maßnahmen und Zuständigkeiten.
Skonto
Ein Preisnachlass in Prozent, wenn der Kunde innerhalb einer kurzen Frist zahlt, zum Beispiel 2 % bei Zahlung in 10 Tagen.
Skript
Ein kurzes Programm, das wiederkehrende Aufgaben automatisiert, zum Beispiel Benutzer anlegen oder Dateien sichern.
SLA – Service Level Agreement
Eine Vereinbarung zwischen Anbieter und Kunde darüber, welche Leistung zugesagt ist, zum Beispiel Verfügbarkeit und Reaktionszeit.
SMTP – Simple Mail Transfer Protocol
Das Protokoll, mit dem E-Mails versendet und zwischen Mailservern weitergegeben werden. Zum Abholen dienen IMAP oder POP3.
Sprachmodell
Ein KI-Modell, das Text verarbeitet und erzeugt, indem es Wort für Wort das wahrscheinlich Passende fortsetzt.
Sprint
Ein Zeitraum fester Länge in Scrum, höchstens ein Monat, in dem das Team ein Stück des Backlogs fertigstellt.
SQL – Structured Query Language
Die Sprache, mit der man Daten in relationalen Datenbanken abfragt und ändert.
SQL-Injection
Ein Angriff, bei dem Eingaben so gestaltet werden, dass sie als SQL-Befehl ausgeführt werden. Schutz bieten parametrisierte Abfragen.
SSD – Solid State Drive
Ein Datenspeicher aus Flash-Speicher ohne bewegliche Teile. Er ist deutlich schneller und stoßunempfindlicher als eine Festplatte (HDD).
SSH – Secure Shell
Ein Protokoll für verschlüsselten Fernzugriff auf die Kommandozeile eines anderen Rechners.
Standardgateway
Der Router, an den ein Gerät alle Pakete schickt, die nicht ins eigene Netz gehören. Ohne Standardgateway kommt ein Rechner nicht ins Internet.
Stateful Inspection
Eine Firewall-Technik, die sich merkt, zu welchen Verbindungen ein Paket gehört. Antworten auf erlaubte Anfragen werden dadurch automatisch durchgelassen.
Statuscode
Eine dreistellige Zahl in der HTTP-Antwort, die sagt, wie die Anfrage ausging. 200 heißt OK, 404 nicht gefunden, 500 Serverfehler.
Struktogramm
Eine grafische Darstellung eines Algorithmus aus ineinander gesetzten Kästen für Folge, Verzweigung und Schleife.
Subagent
Ein Hilfs-Agent, der eine Teilaufgabe in eigenem Kontext erledigt und nur das Ergebnis zurückmeldet.
Subnetting
Das Aufteilen eines Netzes in mehrere kleinere Teilnetze, indem das Präfix länger wird. So bekommt jede Abteilung ein eigenes Netz in passender Größe.
Subnetz
Ein Teilnetz eines größeren IP-Netzes mit eigenem Adressbereich. Geräte im selben Subnetz erreichen sich direkt, für andere Subnetze braucht es einen Router.
Subnetzmaske
Legt fest, welcher Teil einer IPv4-Adresse das Netz bezeichnet und welcher das einzelne Gerät. Bei 255.255.255.0 gehören die ersten 24 Bit zum Netz und die letzten 8 zum Gerät.
Switch
Ein Gerät, das Computer im selben Netz verbindet und Datenpakete anhand der MAC-Adresse gezielt an den richtigen Anschluss schickt.
Syntaxfehler
Ein Verstoß gegen die Schreibregeln der Programmiersprache, zum Beispiel eine fehlende Klammer. Compiler oder Interpreter melden ihn.
System-Prompt
Feste Anweisungen am Anfang eines Gesprächs, die Rolle, Regeln und Format vorgeben und für Nutzer meist nicht sichtbar sind.

T

TB – Terabyte
Dezimale Speichereinheit: 1 TB = 1.000 GB. Als TiB (1.024 GiB) gerechnet, ergibt sich ein kleinerer Wert.
TCO – Total Cost of Ownership
Die Gesamtkosten über die Nutzungsdauer, also Anschaffung, Betrieb, Wartung, Strom und Entsorgung.
TCP – Transmission Control Protocol
Ein Transportprotokoll, das Daten zuverlässig und in der richtigen Reihenfolge überträgt, mit Verbindungsaufbau und Bestätigungen. Web und E-Mail nutzen es.
Ticketsystem
Eine Software, in der Anfragen und Störungen als Tickets erfasst, zugewiesen und bis zur Lösung verfolgt werden.
TLS – Transport Layer Security
Verschlüsselt die Verbindung zwischen zwei Programmen, etwa Browser und Webserver. Es ist die Grundlage von HTTPS.
Token
Ein Textbaustein, in den ein Sprachmodell Text zerlegt, zum Beispiel ein Wortteil. Länge, Kosten und Grenzen werden in Tokens gemessen.
Trunk
Eine Verbindung zwischen Netzwerkgeräten, die mehrere VLANs gleichzeitig überträgt. Jedes Paket trägt dafür eine Markierung (Tag) mit der VLAN-ID.

U

Überdeckung – Coverage
Misst bei White-Box-Tests, wie viel vom Code die Testfälle tatsächlich durchlaufen. Je strenger die Stufe, desto mehr Testfälle sind nötig.
Überlizenzierung
Es sind mehr Lizenzen vorhanden, als genutzt werden. Das kostet unnötig Geld.
UDP – User Datagram Protocol
Ein Transportprotokoll ohne Verbindungsaufbau und ohne Bestätigung. Es ist schlank und schnell, aber nicht zuverlässig, und passt zu Sprache, Video und DNS-Anfragen.
UG – Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt)
Eine Variante der GmbH mit niedrigem Startkapital, die schon ab 1 Euro Stammkapital gegründet werden kann.
UML – Unified Modeling Language
Eine genormte grafische Notation, um Software zu beschreiben, zum Beispiel mit Klassen- und Sequenzdiagrammen.
Umsatzsteuer
Die Steuer auf Lieferungen und Leistungen. Unternehmen schlagen sie auf den Nettopreis auf und führen sie ans Finanzamt ab. Der Regelsatz beträgt 19 %.
Unit-Test
Ein automatischer Test für eine kleine Einheit des Codes, etwa eine einzelne Funktion. Er läuft bei jeder Änderung neu und meldet sofort, wenn etwas kaputtgeht.
Unterabfrage
Eine Abfrage innerhalb einer anderen Abfrage, deren Ergebnis die äußere Abfrage weiterverwendet.
Unterklasse
Eine Klasse, die von einer Oberklasse erbt und eigene Attribute oder Methoden ergänzt, zum Beispiel Störung als Unterklasse von Ticket.
Unterlizenzierung
Es sind weniger Lizenzen vorhanden, als genutzt werden. Das ist ein Lizenzverstoß mit rechtlichen Folgen.
USV – Unterbrechungsfreie Stromversorgung
Ein Akku-Puffer, der Geräte bei Stromausfall weiterversorgt, damit Server geordnet herunterfahren können.

V

Variable Kosten
Kosten, die sich mit der Menge ändern, zum Beispiel Material je Stück.
Vererbung
Eine Klasse übernimmt Attribute und Methoden einer anderen Klasse (Oberklasse) und erweitert sie. In Java geschieht das mit dem Schlüsselwort extends.
Verfügbarkeit
Der Anteil der Zeit, in der ein System nutzbar ist, oft in Prozent. 99 % klingen hoch, bedeuten aber rund 3,65 Tage Ausfall pro Jahr.
Verschlüsselung
Das Umwandeln von lesbaren Daten in unlesbare mit Hilfe eines Schlüssels. Nur wer den passenden Schlüssel hat, kann sie wieder lesen.
Versionsverwaltung
Ein System wie Git, das alle Änderungen an Dateien speichert. So lassen sich frühere Stände wiederherstellen, und mehrere Personen können gemeinsam arbeiten.
Vertraulichkeit
Schutzziel: Nur Berechtigte dürfen Informationen lesen. Beispiel: Gehaltsdaten sehen nur die Personalabteilung und die Geschäftsführung.
Verzweigung
Eine Kontrollstruktur, bei der je nach Bedingung unterschiedlicher Code läuft, zum Beispiel if und else.
Virtualisierung
Eine Technik, mit der mehrere virtuelle Computer auf einer physischen Hardware laufen. Das spart Geräte und Strom.
Virtuelle Maschine
Ein Computer, der nur als Software auf einem physischen Rechner läuft, mit eigenem Betriebssystem und eigenen virtuellen Ressourcen.
VLAN – Virtual Local Area Network
Ein virtuelles lokales Netz: Ein Switch wird logisch in getrennte Netze geteilt, obwohl alle Geräte an derselben Hardware hängen. Beispiel: getrennte Netze für Verwaltung und Gäste.
Vollsicherung
Ein Backup, das alle ausgewählten Daten komplett kopiert. Es braucht am meisten Platz und Zeit, die Wiederherstellung ist aber am einfachsten.
Vorsteuer
Die Umsatzsteuer, die ein Unternehmen beim Einkauf bezahlt hat und sich vom Finanzamt erstatten lassen kann.
VPN – Virtual Private Network
Ein verschlüsselter Tunnel durch ein unsicheres Netz wie das Internet. So erreichst du aus dem Homeoffice sicher das Firmennetz.

W

Wasserfallmodell
Ein Vorgehen, bei dem Projektphasen nacheinander abgeschlossen werden, ohne zurückzugehen: Analyse, Entwurf, Umsetzung, Test, Betrieb.
Webserver
Ein Server, der Webseiten und Daten per HTTP an Browser ausliefert.
WIP-Limit – Work-in-Progress-Limit
Eine Obergrenze für Aufgaben, die gleichzeitig in Arbeit sein dürfen, zum Beispiel höchstens 3 in der Spalte In Arbeit. Sie verhindert Multitasking und macht Engpässe sichtbar.
Wirtschaftlichkeit
Das Verhältnis von Ertrag oder Nutzen zum Aufwand. Ein Vorhaben ist wirtschaftlich, wenn der Nutzen die Kosten übersteigt.
WiSo – Wirtschafts- und Sozialkunde
Der schriftliche Prüfungsbereich zu Arbeits-, Wirtschafts- und Sozialthemen, zum Beispiel Ausbildungsvertrag, Mitbestimmung und Sozialversicherung.
WLAN – Wireless Local Area Network
Ein drahtloses lokales Netz nach den IEEE-802.11-Standards, im Alltag auch Wi-Fi genannt.

X

XML – Extensible Markup Language
Ein Textformat für strukturierte Daten, das Inhalte in selbst definierte Tags einpackt.

Z

Zahlungsverzug
Der Schuldner zahlt nicht rechtzeitig, obwohl die Zahlung fällig ist. Danach können Verzugszinsen und Schadensersatz verlangt werden.
Zertifikat
Eine digitale Beglaubigung, die einen öffentlichen Schlüssel einer Person, einem Server oder einer Organisation zuordnet. Eine Zertifizierungsstelle bestätigt sie.
Zieleinkaufspreis
Der Listeneinkaufspreis abzüglich Rabatt. Das ist der Betrag, der innerhalb des Zahlungsziels zu zahlen ist.
Zoll
Eine Längeneinheit: 1 Zoll sind 2,54 cm. In der IT gibt sie die Bildschirmdiagonale an, die Breite von Racks (19 Zoll) und die Größe von Laufwerken (3,5 und 2,5 Zoll).
Zweckbindung
Grundsatz: Personenbezogene Daten dürfen nur für den Zweck genutzt werden, für den sie erhoben wurden.
Zwei-Faktor-Authentifizierung
Anmeldung mit zwei verschiedenen Nachweisen, etwa Passwort (Wissen) plus Code aus einer App (Besitz). Ein gestohlenes Passwort allein reicht dann nicht aus.
Zweigüberdeckung
Jede Verzweigung wird mindestens einmal mit wahr und einmal mit falsch durchlaufen. Sie ist strenger als die Anweisungsüberdeckung.
Zwischentabelle
Eine Tabelle, die eine n:m-Beziehung auflöst, indem sie die Primärschlüssel beider Tabellen als Fremdschlüssel speichert.

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